News / 25.11.2015

Belastung des Budgets durch Pensionen ist enorm

Die staatliche Pensionsversicherung ist schon wegen der raschen Steigerung der budgetrelevanten Ausgaben spielentscheidend für den Bundeshaushalt. Allein die Mittel aus dem Budget sowie die Zahlungen aus dem FLAF und AMS machen im kommenden Jahr insgesamt rund 13 Milliarden Euro aus, das sind mehr als 16 Prozent des Gesamtbudgets. Wenn man die Pensionen der Bundesbeamten, wo es keine DG-Beitragseinnahmen gibt, in der Höhe von rund 9,40 Milliarden Euro noch dazu rechnet, ergibt das in Summe über 22,00 Milliarden Euro für die Pensionen. Das entspricht einem Anteil von ca. 28 Prozent der Gesamtausgaben des Bundes im Jahr 2016. Eine Entlastung ist aufgrund der kommenden „Baby-Boomer-Jahrgänge“ (1956 bis 1969), nicht in Sicht. Diese Generation wird nach dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter ab 2019 in Pension gehen. Dadurch werden die Ausgaben spürbar weiter steigen

Mit dem Anspruch, dass die Gesamtpension auch für zukünftige Generationen die Kaufkraft sichert, brauchen wir einen Fünf-Punkte-Plan:

Angleichung des faktischen Antrittsalters an das gesetzliche.
Vor allem die Angleichung des Frauenantrittsalters an jenes der Männer bei Anrechnung von Kindererziehungszeiten das ist auch im Sinne der Gleichberechtigung eine wichtige Maßnahme.

Zusätzlich braucht es eine Koppelung des Pensionsantrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung – da geht’s um die soziale Gerechtigkeit.

Erhöhung der individuellen Flexibilität bei der Wahl des Zeitpunkts des Pensionsantritts. Dieses Modell impliziert, dass die Höhe der Pension je nach Antrittsalter mit Zu- und Abschläge errechnet wird. Ganz sauber nach versicherungs-mathematischen Berechnungsmethoden!

Ausbau der 2. und 3. Säule. Durch den Ausbau der betrieblichen und individuellen Vorsorge soll jeder und jedem Österreicher eine Ergänzung zur staatlichen Pension ermöglicht werden - sozusagen die Wurst auf’s Brot.